Die Ausgangsrassen der
Hunderasse Eurasier
Kurzbeschreibungen Wolfsspitz, Chow -
Chow, Samojede und Eurasier
Wolfsspitz
- FCI
- Standard
Nr. 97/ 05.03.1998
/ D
Spitzartige Hunde sind eine sehr alte Form der
Haushunde. Häufig werden sie als direkte Nachfahren des
jungsteinzeitlichen Torfhundes angesehen. Sie kamen überall dort vor, wo Haushunde
gehalten und als Wach-, Hüte- und Jagdhunde gebraucht wurden. Rassen
im heutigen Sinne, und damit auch der Wolfsspitz, entstanden aber erst
Ende des 19. Jahrhunderts.
Am Mittel- und am Niederrhein bevorzugte man von jeher graue
Großspitze. Sie waren die Hunde des Volkes und bewachten Bauernhöfe und
Schiffe, weshalb der Wolfspitz auch manchmal Schifferspitz genannt wird. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts
wurden sie zum Symbol der niederländischen
Patrioten, die sich gegen das Königshaus Oranje auflehnten. Zu
dieser Zeit entstand die Bezeichnung "Keeshound", die auf den
Führer der Patrioten, William Keez van Gyselaar, zurückzuführen ist. Aus
diesen grauen Großspitzen hat sich der heutige Wolfsspitz entwickelt, der
in den Niederlanden lange als Nationalhund galt.
Verhalten / Charakter (Wesen): Aufmerksam, lebhaft und aubergewöhnlich anhänglich gegenüber seinem Besitzer. Er ist sehr gelehrig
und leicht zu erziehen. Sein Misstrauen Fremden gegenüber und sein fehlender Jagdtrieb prädestinieren ihn
zum idealen Wächter für Haus und Hof. Er ist weder ängstlich noch
aggressiv. Wetterunempfindlichkeit, Robustheit und Langlebigkeit sind seine
hervorragendsten Eigenschaften.
(Quelle: Eva Lipiec und Heiko Schönemann, www.hundeinfos.de)
Wolfsspitze im VDH / FCI: Verein für Deutsche Spitze e.V.
Gegr. 1899
Chow
- Chow - FCI
- Standard Nr. 205 /
09. 06. 1999 /
D
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Bilder /
Copyright: Nicole Jakobeit |
Chows
von der Wieseck-Aue |
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Hündin rot: |
Hündin schwarz: Lux. CH/Lux |
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Tai-Chi Jamie
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Jgd. CH/ACC-CJS`02
Dai Yeo Ling Sching Hei Shi Honey |
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Die Herkunft dieser Hunderasse liegt im Dunkeln. Fest steht, dass der
Chow Chow über mehrere Ecken mit dem Spitz verwandt ist. Sein
durchdringender Blick und die eindrucksvolle Gestalt wirken auf den Menschen bis heute
geheimnisvoll ... Der Urahn des Chow Chow war bereits
während der jüngeren Steinzeit in Sibirien bekannt. Er wurde dort als Last-
und Zugtier eingesetzt und bewies enorm viel Kraft und Mut. Außerdem
begleitete er die Menschen auf der Jagd und beim Fischfang, wo er ebenfalls
gute Dienste leistete.
Etwa zu Beginn unserer Zeitrechnung gelangte der Hund nach China, wo
Kreuzungen mit dem molosserartigen Mongolischen Schäferhund vermutlich
bereits den Chow Chow in seiner heutigen Form hervorbrachte... Ende
des 19. Jahrhunderts interessierten sich die Europäer für diesen
chinesischen Hund. Im Jahr 1894 wurde die Rasse offiziell anerkannt und
eingetragen. Sein Jagdinstinkt ist über die Jahrhunderte hinweg lebendig
geblieben, ...
Verhalten / Charakter (Wesen): Der Chow Chow ist manchmal eher
stur... Natürlich wird er gehorchen, wenn man ihn richtig erzogen hat. Aber
man sollte nicht erwarten, dass er sich den Anweisungen fraglos fügt. Er
hört aufmerksam zu, wiegt Alternativen ab und tut dann vielleicht doch was
man von ihm verlangt. Der Schlüssel zu diesem Hund ist ganz einfach. Man muss nur sein Vertrauen gewinnen. Er beobachtet seinen Besitzer ganz genau,
bildet sich ein Urteil und akzeptiert ihn dann - vielleicht... Ganz wichtig
bei der Erziehung eines Chow Chow ist der Körperkontakt. Beginnt man schon
im Welpenalter mit dem Streichen der Hände durch das Fell, spürt der Hund,
dass man ihn liebt und ordnet sich gleich in die Kategorie
"Familienhund" ein. (Quelle:
Eva Lipiec und Heiko Schönemann, www.hundeinfos.de)
Chow-Chow Vereine im VDH / FCI: Allgemeiner
Chow-Chow-Club e.V.
Samojede
(Samoiedskaïa Sabaka) - FCI-Standard-Nr. 212 / 09.01.1999 / D
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Bilder / Copyright: Anja Kläne |
Samojeden
von Meronhlare |
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Segena's Djeba at Meronhlare |
Chaju von Meronhlare
und Mutter Segena's Djeba
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Die Rassebezeichnung "Samojede" ist von den
Samojeden-Stämmen abgeleitet, die in Nordrussland und in Sibirien
beheimatet waren. Die in den südlichen Teilen der genannten Regionen
lebenden Stämme verwendeten weiße, schwarze und braune gefleckte
Hunde zum Hüten ihrer Rentierherden; in den nördlichen Teilen waren
die Hunde reinweiß und sanftmütig und wurden als Jagd- und
Schlittenhunde eingesetzt.
Die Hunde der Samojeden lebten in enger Beziehung zu ihren
Eigentümern; sie schliefen sogar in deren Zelten und wärmten sie. Der
britische Zoologe Ernest Kilbourne Scott verbrachte 3 Monate des Jahres 1889
bei den Samojeden-Stämmen. Bei seiner Rückkehr nach England brachte er
einen braunen Rüdenwelpen mit Namen "Sabarka" mit. Später
importierte er von der Westseite des Urals die cremefarbene Hündin "Whitey
Petschora" und aus Sibirien den schneeweißen Rüden "Musti".
Diese wenigen Hunde bildeten zusammen mit den Hunden, die von anderen
Forschern mitgebracht wurden, den Ursprung des Samojeden der westlichen
Welt. Der erste Standard für die Rasse wurde im Jahre 1909 in England
erstellt.
Verhalten / Charakter (Wesen): Freundlich,
aufgeschlossen, munter und lebhaft mit sehr gering ausgeprägtem
Jagdinstinkt. Keinesfalls scheu oder aggressiv. Sehr gesellig; als Wachhund
ungeeignet.
Quelle: Deutscher Club für Nordische Hunde e.V.
Samojeden im VDH / FCI: Deutscher Club für
Nordische Hunde e.V.
Eurasier -
FCI
- STANDARD NR. 291 / 16.06.1999 / D
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Der Eurasier ist das Ergebnis einer gezielten Zuchtplanung, bei der
Julius Wipfel und seine Mitstreiter nur solche Hunde zur Zucht
auswählten und einsetzten, die seinen Vorstellungen am nächsten kamen. Eine solch
sorgfältig, gezielte Zuchtplanung und Zuchtauslese ist nach wie vor wichtig und
bildet einen wesentlichen Bestandteil der Eurasier Philosophie. |
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Der Eurasier vereint die besten Eigenschaften des Chow-Chow, des Wolfsspitzes
und des Samojeden in sich. Er hat den katzenartigen, stolzen und unabhängigen
Charakter des Chow-Chow, ist gleichzeitig so verspielt, lebhaft und
extrovertiert wie der Wolfsspitz und hat die Eleganz des Samojeden. Eine
gelungene Züchtung,
von Hundefachleuten wegen der ausgeprägten Persönlichkeit geschätzt.
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Baronesse
von Hassel / ZG
Eurasier
von der Tschifflik
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| Verhalten/Charakter (Wesen): Selbstbewusst, ruhig, ausgeglichen mit
hoher Reizschwelle, wach- und aufmerksam ohne lautfreudig zu sein; mit stark
ausgeprägter Bindung an seine Familie; Fremden gegenüber zurückhaltend,
ohne jedoch ängstlich zu sein. Zur vollen Ausbildung dieser Merkmale
braucht der Eurasier ständigen, engen häuslichen Kontakt zu seiner Familie
und eine verständnisvolle, jedoch konsequente Erziehung.
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Weitere Einzelheiten siehe
Kurzbeschreibung
und Eurasier
Info
Eurasier Vereine im VDH/FCI:
- Zuchtgemeinschaft für Eurasier
e.V. (ZG)
- Eurasier-Klub e.V, Sitz Weinheim (EKW)
-
Kynologische Zuchtgemeinschaft Eurasier e.V. (KZG)
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Der Name "Eurasier" wurde leider rechtlich
nie geschützt. Daher bitte Vorsicht, wenn Sie einen Eurasier Welpen suchen. Für einen echten Eurasierwelpen
aus Deutschland wenden Sie sich bitte an einen Eurasier
Verein, der dem VDH/FCI
angehört (ZG, EKW, KZG).
Die Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V.
(ZG) ist ein
Zusammenschluss von Eurasierfreunden, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die
ursprüngliche Idee der Eurasierzucht zu bewahren und gesunde, wesensfeste
Eurasier mit eurasiertypischem Verhalten zu züchten.
Charakteristisch für die Zuchtgemeinschaft für
Eurasier e.V. sind:
- durch die Zuchtleitung zentral gelenkte Zucht,
- strenge Körungsbestimmungen,
- Erfassung und Auswertung aller ZG-Eurasier in einer gemeinsamen Datenbank,
- keine kommerzielle Zucht.
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Die Welpenvermittlung der Zuchtgemeinschaft
für Eurasier e.V.:
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Frau Christa Stuhr
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Waldkamp 5, D - 21039 Börnsen
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Telefon: 040 - 7 20 16
07 Fax: 040 - 72 97 73 73
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info@eurasier-online.de
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Weitere Information über die Hunderasse Eurasier finden Sie auf den Webseiten der Zuchtgemeinschaft für Eurasier
e.V. sowie beim Weltverband für Eurasierzucht, der Internationalen
Föderation für Eurasierzucht in der FCI (IFEZ)