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Urlaub
auf der
Isle of Lewis (UK)
mit unseren Eurasiern Ayla und Merlin
| Wir
wohnten von 1995 bis 1999 in England. Im
Sommer 1996 gönnten wir uns einen recht ungewöhnlichen Urlaub mit unseren
beiden Eurasier Hunden Ayla und ihrem Sohn Merlin: Wir flüchteten
vor der sommerlichen Hitzewelle in Surrey (südwestl von London, UK), auf die Isle of
Lewis, eine Insel der
Äußeren Hebriden. |
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| Sicherheitshalber
buchte
ich für uns (und natürlich auch für unsere beiden Eurasier Ayla und Merlin) sämtliche
Übernachtungen und Fähren im voraus. Dann begann das Packen. Bis wir alles für
die etwa drei Wochen lange Reise beisammen hatten, nutzten wir ein Zimmer als
"Zwischenlager". Ayla und Merlin prüften regelmäßig die dort
gesammelten Dinge und, schwupps, schon entdeckte ich Merlins Plüschbär
darunter. Merlin war wohl der Meinung, dass sein Bär unbedingt mit muss? Schließlich
war das Auto beladen und wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein los. Unsere
erste Nacht verbrachten wir in einem Hotel im Lake District, die zweite bereits
in den historischen Gemäuern des Macdonald Clans auf der Isle of Skye. Am
dritten Tag erreichten wir dann mit der Fähre unser Urlaubsziel: die Isle of
Lewis.
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Kurz
nach der Landung gab es einen kleinen Dämpfer, als wir
feststellten, dass die gesamte Insel von freilaufenden
Schafen übersät war! Selbst in Stornoway, der einzigen
größeren Stadt, liefen etliche Schafe durch die Straßen.
Dies bedeutete gelegentlich Leinenzwang. |
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| Wir
hatten uns in einem Hotel eingebucht, das vor langer Zeit einmal ein Pfarrhaus
gewesen war. Die Zimmer waren zwar recht klein, aber da wir tagsüber stets auf
Achse waren, spielte das keine Rolle. Baile-na-Cille, unser Hotel, liegt dafür
traumhaft schön und windgeschützt mit Blick auf eine weite Sandbucht, die sich
bei Flut etwa zur Hälfte füllt. Am Rande der Bucht, unmittelbar unterhalb des
Hotels, schlängelt sich ein kleiner Bach, der Süßwasser führt. Hier konnten
Ayla und Merlin nach Herzenslust toben und planschen. |

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Wir
unternahmen lange Wanderungen über Berg und Tal (allzu viele
Wege gibt es ohnehin nicht), folgten Bachläufen, liefen durch
Heide, Torf und Moor ...und nur ich nahm einmal nach einem
etwas zu kurzen Sprung ein gesundes Moorbad. Am liebsten
verbrachten wir die Tage an den weiten und einsamen
Sandstränden und Meeresbuchten. Unser Hotel versorgte uns
dazu täglich mit "Lunch-Paketen": Je ein leckeres
Sandwich mit viel Salat und Tomaten, ein Nußbrot mit
Bananenmus, ein Apfel und frisches Wasser. Das schmeckte nicht
nur uns. Ayla und Merlin vertilgten einen guten Teil unserer
Ration... Frischkost und Vitamine sollen ja gesund sein? |
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| Am
späten Nachmittag ruhten wir uns dann im Hotelzimmer erst einmal aus, damit wir
für den nächsten Programmpunkt gut gerüstet waren. Das tägliche Abendessen
bestand aus fünf (!) leckeren Gängen (kein Wort mehr über die angeblich
schlechte britische Küche!) und wurde gemeinsam mit den anderen Gästen an zwei
großen, langen Tischen eingenommen. Die Gäste kamen von überall her: Natürlich
aus Großbritannien, aber auch aus Amerika, Kanada, Belgien, Frankreich, Niederlande,
Schweiz, Spanien, etc. Dieser Kontrast hatte seinen eigenen Reiz: Tagsüber
hatten wir weite, menschenleere Landschaften für uns alleine und wir genossen
die Stille; abends dagegen begegneten wir in diesem kleinen Hotel so vielen
Nationen, diskutierten, tauschten Erfahrungen und Erlebnisse aus, scherzten,
lachten und es summte und brummte wie in einem Bienenhaus. Viele der Gäste
blieben nur wenige Tage, denn "Island hopping" ist recht beliebt. Und
so gab es auch immer wieder neuen Gesprächsstoff.
Gemäß
britischer Gepflogenheiten dürfen Hunde nicht in ein Restaurant. Ayla und
Merlin warteten also brav während unserem "Dinner" im Hotelzimmer.
Nach dem Kaffee wurden alle Gäste gebeten den Speisesaal zu verlassen, damit
der Frühstückstisch gedeckt werden konnte. An klaren und milden Nächten
trafen sich die Gäste dann noch einmal draußen vor dem Hotel. Jetzt konnten
alle Vierbeiner wieder dabei sein und wir waren immer wieder beeindruckt, wie
gut sich unsere beiden Eurasier in diesem Kreis verhielten. Sie waren nie unfreundlich, wahrten aber gebührenden Abstand zu den ihnen fremden Leuten.
Allzu großer Aufdringlichkeit entzogen sie sich geschickt und es war
interessant zu beobachten, bei welchen Gästen sie sich ganz vorsichtig näher
heranwagten, und welche Gäste sie grundsätzlich zu meiden suchten. Nur wer
dieses Verhalten respektierte und sich zurückhaltend verhielt, konnte auf eine
(gnädige) Kontaktaufnahme seitens unserer Hunde hoffen.
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| Mit
dem Wetter hatten wir riesiges Glück. Während unserer ersten Woche war es für
die Isle of Lewis fast schon zu warm, zwischen 20 bis 25 Grad Celsius. In der
zweiten Woche bevorzugten wir zwar Pullover und Anorak, aber es war meistens
trocken. Wir fragten uns, wie es wohl hier im Winter wäre und die Antwort
sollte auf dem Fuße folgen: Am Tag vor unserer Abreise herrschte ein heftiger
Sturm; Bäche schwollen an und überschwemmten die Straßen, der Wind fegte
alles hinweg was nicht niet- und nagelfest war. So ähnlich, nur viel kälter,
stellten wir uns die langen, dunklen und stürmischen Monate des Winters vor. Auch die berühmt-berüchtigten schottischen
Highland-Midges (klitzekleine, blutgierige, stechende Biester) hielten sich während
unseres Aufenthaltes dankenswerterweise zurück und wir hatten nur an zwei Tagen
mit ihnen zu kämpfen ... dann aber gewaltig.
Die
Rückreise erfolgte so, wie wir gekommen waren. Wir übernachteten wieder in den
gleichen Hotels, was den Vorteil hatte, dass wir gleich die dazugehörigen
Spazierwege kannten. Wieder "at home" in Surrey, wurden wir von einem
immer noch sehr heißen Sommer empfangen. Ayla und Merlin waren für jedes
erfrischende Bad im nahegelegenen See dankbar, suchten ihre kühlsten Ecken im
Haus und Garten auf und träumten aber vermutlich - wie wir - von den grünen Hügeln,
der blühenden Heide, dem blauen Meer und den vielen Sandbuchten auf der Isle of
Lewis.
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The
Isle of Lewis, for us a childhood dream come true
with
crystal clear waters in all shades of blue.
We
have had two lovely weeks and mostly good weather,
walking
the peaty hills through blooming heather.
Finding
so many sandy beaches to explore and to rest,
we
could not possibly say which part of the Island we liked best!
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seit
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