Besichtigung der
Kakushöhle bei Eiserfey / Eifel, mit unseren Eurasiern Blikki und Don
(Mai 2006)

Im Zugangsbereich zur Kakus- oder Kartsteinhöhle
kann man folgende Informationen finden:
Vor etwa 300.000 Jahren entstand der
Kartsteinfelsen, der mit seiner Mächtigkeit von immerhin 20 Meter jünger ist,
als der ca. 400 Millionen Jahre alte Kalkstein des Untergrundes. Der sogenannte
Kalktuff oder Travertin entsteht, wenn im Wasser gelöster Kalk
"ausfällt" und sich an anderer Stelle ablagert. Schicht um Schicht
lagerte sich über lange Zeiträume der Kalktuff ab und schließlich entstanden
durch Spannungen im Gestein Risse, die sich infolge der Erosion schließlich zu
den heutigen Höhlen vergrößerten.

Schon sehr früh suchten Menschen Schutz in
diesen Höhlen und Nischen, was durch steinzeitliche Funde belegt werden kann.
Die WebSite Eifelimpressionen
schreibt dazu:
"Bei Ausgrabungen hat man einfache
Werkzeuge, Waffen sowie Knochenreste der verschiedensten Tiere wie Mammut,
Rentier und Wollnashorn gefunden. Die Großtierwelt der eiszeitlichen Eifel
muß beeindruckend gewesen sein ! Die Kakushöhle ist riesig - gerade richtig
für den sagenumwobenen Bewohner - und das ist umso beeindruckender, wenn man
bedenkt, daß der Eiserfeyer Bach diese Höhle ausgewaschen hat ! Zwischen 300
und 50 vor Christus siedelten sich die Kelten bei der Kakushöhle an. Sie
siedelten auf der Hochfläche, da diese - steil abfallend nach drei Seiten -
sehr gut zu verteidigen war. Die vierte Seite schützten sie mit dem
mächtigen, halbkreisförmigen Ringwall, den man sogar heute noch sehr gut
erkennen kann. Über viele Jahrtausende hinweg also ist die Kakushöhle
unseren Vorfahren der schützende Ort vor Wind und Wetter in einer uns völlig
fremden Umwelt gewesen. Sie beherbergte Generationen über Generationen der
verschiedensten Epochen der Menschheitsgeschichte. Sehen Sie sich diese Höhle
an! Ein wahrhaft beeindruckendes Zeitzeugnis in einem Land, daß mit Fug und
Recht als eine der ältesten Kulturregionen Europas gelten kann - in der Eifel!"
Eine bebilderte Beschreibung der Entstehung und
Geschichte der Kakushöhle findet sich bei GeoMontanus.
Die Kakushöhle ist stufenlos auch mit dem
Kinderwagen erreichbar, wobei für Rollstuhlfahrer, die nicht sportlich
ambitioniert sind, aufgrund der Abschüssigkeit des Schotterweges eine
Begleitperson empfohlen wird.
Hier erforschen unsere beiden Eurasier Hunde
Blikki und Don gemeinsam mit Peter und mir die Kakushöhle:


In unmittelbarer Umgebung dieser Höhlen finden
sich darüber hinaus viele Zeugnisse aus der Römerzeit, so auch die
"Römische Brunnenstube" bei Kallmuth. Die sehr gut restaurierte und
dokumentierte Anlage beschreibt den Beginn der 95,4 km langen Eifelwasserleitung
wie folgt:
"... eine der längsten Wasserleitungen im
Imperium Romanum, die Provinzhauptstadt Nordgermaniens, Köln, mit gutem
Trinkwasser versorgte.... Die Eifelwasserleitung war als reine Gefälleleitung
konzipiert worden und transportierte täglich 20.000 m3 Wasser
über die Rhein-Maas-Wasserscheide und die Täler von Erft und Swistbach bis
hin nach Köln.... Obwohl auch das mittelalterliche Köln der Wasserversorgung
im großen Stil bedurfte, hat man die Eifelleitung in nachrömischer Zeit
nicht wieder instand gesetzt. Stattdessen benutzte man den Römerkanal seit
karolingischer Zeit als Steinbruch, um Baumaterial zu gewinnen. Besonders
begehrt war die Kalkablagerung, der Kalksinter, aus dem sich marmorähnliche
Säulen, Altarplatten usw. herstellen ließen.


Auch zum Thema Römische Wasserleitung in der
Eifel gibt es eine Fülle von Informationen in der Literatur als auch im
Internet.