Eurasier Don vom Isselbruch

Vom Eurasierwelpen zum Junghund - Tagebuch 1

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Im Leben eines Hundes ist die Welpenzeit (die ersten 12, bzw. 16 Wochen) von großer Bedeutung:     Für eine gute Prägung, Sozialisation und Bindung

Lesen Sie mit, wie wir die Zeit bis zum 4. Monat mit unserem Eurasier Welpen Don gestaltet haben    

Tagebuch 2:   4ter bis 6ter Monat

Tagebuch 3:   6ter Monat bis 1 Jahr

Tagebuch 4:  ab dem 1 Jahr

Tagebuch 5:  ab dem 2 Jahr

Tagebuch 1:   bis zum 4ten Monat:

2006 Natürlich hatten wir uns beizeiten an Christa Stuhr gewandt, die Dame, die sich in unserem Verein, der Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V., ehrenamtlich und sehr engagiert um die Eurasier Welpenvermittlung kümmert. Wir blieben mit Frau Stuhr telefonisch in engem Kontakt. Eines Tages war es dann soweit und Frau Stuhr konnte uns von einem neuen Wurf berichten. Der kleine Eurasier Welpe Don vom Isselbruch, geboren am 15. Januar 2006, hat uns auch gleich im Sturm "erobert". Seine ersten Lebenswochen bei seiner Züchterfamilie sind auf der Webseite der Zuchtgemeinschaft für Eurasier e.V. dokumentiert, siehe dort ZG Welpen Info, Eurasier Welpen 2006, D Wurf vom Isselbruch

 

 

 

 

15. März 2006 Wir haben Don mehrmals bei seiner Züchterfamilie besucht und so konnten wir bei jedem Besuch ein wenig mehr mit ihm anbandeln, und auch mit seiner Schwester Dinah, seiner Mama Cher und Oma A-Pia. Nachdem der Tierarzt die Welpen (und die Mama) untersucht, gechippt und geimpft hatte, und auch die Wurfabnahme durch den zuständigen Zuchtwart erfolgt war - war es soweit und wir konnten Don am 15. März (einem Mittwochabend) abholen. Wir saßen zunächst bei der Züchterfamilie im Wohnzimmer und knuddelten die Welpies Don und Dinah, Mama Cher und Oma A-Pia. Stundenlang hätten wir diese Situation genießen können, aber - unsere Hündin Blikki wartete im Auto - und es wurde langsam Zeit die Reise mit Don in seine neue Heimat anzutreten. 

Unsere Eurasierhündin Blikki kannte Cher und A-Pia von etlichen ZG Treffen in den vergangenen Jahren. Als Don und Dinah 7 Wochen alt waren, erlaubten Cher und A-Pia sogar, dass Blikki vorsichtig Kontakt mit Don und Dinah auf neutralem Grund aufnahm (siehe Bild). Blikki war daher gar nicht mal überrascht als Don nun mit seiner "Schmusedecke" in unser Auto einstieg. Die Heimfahrt war problemlos. Im neuen Heim wurde ein kurzer Gang in den Garten unternommen. Es war schon dunkel und Blikki half Don sich im neuen Terrain zurecht zu finden. Anschließend gab es etwas vom bekannten Futter und nach einer Schmuserunde und einem erneuten Gang in den Garten waren wir alle recht müde. Die Nacht schlief Don an meiner Seite (auf seiner Decke am Boden) bis zum nächsten Morgen durch.

 

 

 

16. März 2006 Der erste vollständige Tag im neuen Heim wurde gemütlich und ruhig gestaltet. Das Futter und die Futterzeiten wurden gemäß Züchter-Plan eingehalten. Ansonsten gingen wir oft in den Garten und die Wohnung wurde in mehreren Etappen inspiziert. Mein erster Versuch mit Don auch mal ein wenig vom Haus weg zu spazieren, zeigte, dass das noch zu früh war. Immerhin konnte ich Don mit aufmunternden Worten und Gesten und stets lockerer Leine dazu ermuntern sein neues Heim außerhalb vom eingezäunten Garten zu erkunden. Mehrere kleine Spielrunden mit mir und Blikki im Garten sorgten dann für reichlich Bewegung an der frischen Luft, unterbrochen von Schmusestunden und kleinen Schläfchen drinnen. Don freute sich sichtlich als mein Mann abends nach Hause kam. 

Don kann bereits viel:  Er bleibt schön brav sitzen, wenn man ihm sein Halsbändchen anlegt, er kennt seinen Namen und kommt, wenn man ihn ruft (sofern nicht durch dringende andere Geschäfte abgelenkt - aber "Mensch" lernt solche Situationen schnell erkennen und wartet dann einfach auf einen günstigeren Moment). Sieht man genau hin, zeigt Don an, wann er raus muss. Und so ein Welpe muss oft! Don kennt auch das Wort "Nein" und reagiert gut darauf.

Nun heißt es spielerisch und artgerecht das bereits Erlernte weiterhin zu festigen und Neues dazu zu lernen. Welpen lernen ja so gerne! Mit viel Spaß, und viel Lob. Aber auch mit Konsequenz (Ein "Nein" ist ein "Nein") und indem man Grenzen setzt. 

In meiner Nähe liegen die nächsten Wochen mehrere Bücher, hier nur eine kleine Auswahl: Eva Gödecken "Lernen im Spiel" - Urs Ochsenbein "Ein Hund zieht ins Haus" - Günther Bloch "Der Familienbegleithund im modernen Hausstand" - Günther Bloch "Der Wolf im Hundepelz" - Heinz Weidt, Dina Berlowitz "Das Wesen des Hundes", und viele mehr. Don ist insgesamt unser vierter Eurasier. Dennoch sind mir diese Bücher eine willkommene Gedächtnisstütze und helfen mir dabei, die Aufzucht optimal zu gestalten. Von großer Bedeutung ist die Zeit bis zur 12., bzw. 16 Woche, denn das ist die wichtige Sozialisierungs- und Prägungsphase. Wer die Möglichkeit dazu hat, ist in dieser Zeit gut beraten mit einem Welpen in einer Welpenprägungsspielgruppe teilzunehmen. Eine gute Welpenschule schließt dann daran an.

Unsere engste Nachbarschaft freut sich sichtlich mit uns über dieses kleine Fellwuschelchen und will ihn natürlich auch mal streicheln

 

 

 

17. bis 19. März 2006

9 Wochen alt

Yippee - mein Mann hatte sich diesen Freitag frei nehmen können und uns stand damit ein verlängertes Wochenende mit Don und Blikki bevor. Wir fanden einen geeigneten Spazierweg weit draußen auf den Äckern und fuhren mit dem Auto dorthin. Don durfte dort von der Leine. Wir liefen langsam, und insgesamt nur eine recht kleine Strecke. Hin und wieder riefen wir Don (wenn er ohnehin schon auf dem Weg zu uns war), und belohnten ihn mit freudiger Stimme, mit Streicheln ... und einem Leckerchen. Ganz nebenbei: Blikki kommt - natürlich ! - bei all dem nicht zu kurz. Sie bekommt von allem immer ein klein wenig mehr :-)  Während dem kurzen Spaziergang wollte ein Jogger mit seinen beiden Hunden vorbeilaufen, und wir nahmen unsere beiden Vierbeiner schnell an die Leine. Als der Jogger erkannte, dass wir einen Welpen im Schlepptau hatten, hielt er an und ließ Don und Blikki Kontakt mit seinen Hunden aufnehmen. Das war ganz nach meinem Geschmack ...

Sonntags nachmittags sagte sich befreundeter Besuch zum Kaffee an. Ein Welpe zieht halt magisch an. Blikki und Don zeigten dem Besuch ausgiebig, wie toll sie im Wohnzimmer spielen und raufen können. Als wir dann alle am Tisch saßen, legten sich Blikki und Don brav darunter, bzw. darum ... und schliefen. Danach wurde gemeinsam noch eine kleine Spazierrunde unternommen.

Um Don das Eingewöhnen zu erleichtern, gestalteten wir dieses erste Wochenende insgesamt recht ruhig und hielten einen gleichmäßigen Rhythmus ein: Spielen, Schmusen, Essen, Ruhen, Spazieren, Schlafen geben ja ein prima Gerüst.

Don zeigte uns auch, dass er bereits ein paar Hobbies hat: Er kneippt zu gerne mit beiden Vorderfüßen im Wassernapf und liebt Pflanzen über alles ... diese werden dekorativ über den Garten zerstreut und auch zur Dekoration des Wohnzimmers scheinen sich nach seiner Auffassung Pflanzen (möglichst mit etwas feuchter Erde daran) sehr gut zu eignen.

 

 

20. bis 24. März 2006 Vormittags und nachmittags fahre ich nun nach Möglichkeit mit Blikki und Don an den Ackerweg für einen kurzen Spaziergang. Don will natürlich nicht nur mir folgen, sondern auch Blikki, aber sie ist schneller. Vermutlich ist dies mit ein Grund, dass er sich doch noch lieber an mir orientiert :-)  Nach dem Essen und einer Ruhephase wird im Garten gespielt. 

Blikki fing längst an, Don zu erziehen. Nun führte Blikki auch das Tabu-Spiel ein (siehe Bilder). Blikki nahm sich dazu eine Kaustange und hielt diese Don hin. Immer wenn er die Kaustange dann nehmen wollte, hob Blikki ihren Kopf so, dass er sie doch nicht erreichen konnte. Manchmal ließ Blikki Don aber auch an der Stange mitkauen, dann wieder nicht. Wollte sie es nicht, bewegte sie sich ein Stück von ihm weg. Don robbte und rollte sich vorsichtig näher und lauerte auf seine Chance. Um an die Stange zu kommen, probierte er auch eine Attacke von oben. Ohne Erfolg. Vielleicht mal am Schwanz zerren? Wieder nichts. Blikki nutzte auch schon mal eine Vorderpfote, um Don bei diesem Spiel auf Abstand zu halten! (Ein Schauspiel, das sich täglich zu beobachten lohnt. Beide gestalten dieses Spiel mit viel Köpfchen, und es kommt immer wieder eine neue Variante hinzu!)

Hin und wieder treffen wir bei unseren Spaziergängen, aber auch an unserem Gartenzaun, auf andere Hunde. Don lernt langsam aber sicher seine neue Welt kennen.

Hundebegeisterte Kinder der näheren Nachbarschaft kamen hin und wieder vorbei und durften unter meiner Aufsicht mit Don für ein Weilchen schmusen und spielen. Auch unsere Blikki taute ein wenig auf und ließ sich - je nach Tagesform - auch mal streicheln. Die Kinder wissen, dass Blikki freundlich, aber "vornehm zurückhaltend" ist, und manchmal möchte sie eben nicht gestreichelt werden. Sie hält dann einfach ein wenig Abstand und die Kinder respektieren das.

Täglich wurde nun ein wenig Auto gefahren. Noch war das Wetter kühl und so traute ich mich, Blikki und Don für eine ganz kurze Zeit im Auto warten zu lassen - gerade solange, wie ich benötigte um schnell zum Bäcker zu flitzen um ein Brot zu holen.

Ich fügte sehr kurze Übungsphasen - Freifolge "Fuß", hin und wieder ein Sitz, dann auch Ohren, Pfoten, etc. anfassen und untersuchen lassen, etc., etc. - drinnen wie draußen ein und lobte jedes Mal hocherfreut das Gelingen mit der Stimme, aber auch einem Leckerchen. Diese kurzen, ganz bewussten Übungsphasen gibt es nun die nächsten Wochen zwei, drei Mal täglich. Nie lange, höchstens fünf Minuten ...  Zwischendrin wird dann auch einmal etwas Neues ausprobiert. Alles immer mit viel Spaß und viel Lob. Am Ende verlange ich von Don immer etwas, das er bereits gut kann. Ein dickes Lob am Ende erhält seine Lust am Lernen ... und die anschließende Knuddel- und Spielphase bauen zwischen mir und Don eine vertraute Bindung auf ... und Spielen und Schmusen mit so einem Fellknäuel macht viel Spaß :-)

 

 

25. - 26. März 2006

10 Wochen alt

Wochenende und es wurde Zeit, einen Großeinkauf zu tätigen. Mein Mann spielte derweil "Dog sitter". Ansonsten hielt ich unseren inzwischen gewohnten Rhythmus bei und an den Abenden klinkte sich mein Mann in die Knuddel- und Raufstunden ein.

 

27. März 2006 Vormittags waren wir wieder für einen kurzen Spaziergang auf dem Ackerweg. Nachmittags mutete ich den beiden eine längere Autofahrt zu. Für Blikki hatte ich einen Kursus "Spiel und Spaß" ab Januar gebucht. Wetterbedingt wurde der Kurs auf Beginn März verlegt. Ich durfte Don mitbringen. Immer mal wieder nahm mir jemand diesen Fellwuschel für eine kurze Weile ab, und so konnte Blikki doch an der einen oder anderen Übung teilnehmen. Don wurde ab und an von den Menschen geknuddelt und auch von der Hundegruppe akzeptiert. Das merkte man insbesondere in den freien Spielpausen zwischendurch. Anschließend waren beide, Blikki und Don, so erledigt, das sie die gesamte Fahrt verschliefen. Und das obwohl draußen ein Unwetter über uns herzog mit heftigen Regengüssen, Hagel, Blitz und Donner. Ein wunderschöner Regenbogen beendete das vorzeitige Aprilwetter und die Sonne zeigte sich bald wieder. Zu Hause tobte man dann noch im Garten ...

 

 

 

 

28. März 2006 Heute begann Don's Welpenschule.  Eine Stunde, die von ihm viel Aufmerksamkeit erforderte. Blikki musste teilweise im Auto warten, zwischendurch holte ich sie auch mal dazu, aber das klappte nicht wirklich, denn sie verstand nicht, dass diesmal Don im Mittelpunkt war. Die Welpenschule machte dennoch immens Spaß und es gab so viele unterschiedliche Dinge, die Don (und ich) hier lernten und noch lernen werden ... Die Rückfahrt verschliefen die beiden wieder. 

Nachmittags bekamen wir Besuch von einer Eurasierinteressierten Familie. Es war fast als hätte Don es geahnt, denn er dekorierte wieder kurz vorher die Wohnzimmerbrücke mit Pflanzen von draußen ... Zunächst hielten sich Don und Blikki bei uns auf, spielten dann im Garten miteinander - Don auch mit den beiden Kindern. Aber Don und Blikki waren nach so vielen Eindrücken am heutigen Tag müde und ruhten lange zwischendurch ...

 

 

29. März 2006 Heute hatte sich die Züchterfamilie mit Cher und A-Pia zu Besuch angesagt. 

Don erkannte seine Leute sofort. Die Begrüßung fand draußen auf der Terrasse statt und es war herzerwärmend zu sehen, wie sehr sich alle freuten. Streicheln, Schmusen, Spielen (und auch ein paar Bilder machen) gingen nahtlos ineinander über. 

Blikki akzeptierte sofort, dass auch Cher und A-Pia auf unser Grundstück kamen. Es folgte eine erneute Begrüßungsrunde, dieses Mal zwischen Don und seiner Mama und Oma. Im Garten wurde dann erst mal getobt und gespielt.

Drinnen wurde danach auf der Teppichbrücke eine ganze Weile weiter gespielt und auch geschmust.

Während wir Menschen dann anschließend alle auf Stühlen um den Kaffeetisch saßen, lagen alle Hunde müde auf dem Boden, rings um die Kaffeetafel verteilt ... 

Vor dem Abschied musste natürlich noch einmal ordentlich im Garten getobt und gespielt werden. 

Don hatte aber anschließend keine Zeit zu trauern, dass "seine" Leute nicht mehr da waren. Drei Mädchen aus der Nachbarschaft hatten sich angemeldet. Sie hatten eigentlich gehofft, die Mutter und Oma von Don noch sehen zu können. Nun war die enge Verwandtschaft von Don aber nicht mehr da. Dafür wurde Don nun ausgiebig von den Mädchen gestreichelt. Don war abends rechtschaffen müde.

30. März Don hat - wie üblich - seine Erstimpfung beim Züchter erhalten. Etwa in der 12 Woche steht die Nachimpfung mit Tollwutimpfung an. Davor sollte etwa eine Woche vorher entwurmt werden. Um dies mit der Tierärztin, bzw. der Sprechstundenhilfe zu besprechen, fuhr ich kurzerhand mit Blikki und Don (und dem Tierausweis) direkt hin. Ich hatte Glück, es war gerade nicht allzu viel los und die beiden Sprechstundenhilfen konnten sich sogar ein Momentchen Zeit nehmen um Don zu streicheln. Auch die Tierärztin ließ es sich nicht nehmen mit Don noch schnell zwischen zwei Terminen Kontakt auf zu nehmen und ihn zu streicheln. Blikki mochte zwar nicht gestreichelt werden, zeigte sich aber interessiert und blieb ruhig und gelassen. Damit war dieser erste Tierarztbesuch für Don ein positives Erlebnis. Blikki hat schon öfter erlebt, dass man sich beim Tierarzt eigentlich nicht aufregen muss.

 

 

31. März Blikki und Don erhielten die übliche Zuwendung und Zeit ... es stand aber auch Einkaufen auf meinem Plan ... in Etappen wurde auch das bewerkstelligt (erst zum Bäcker, dann schnell zum Lebensmittelgeschäft um die Ecke, anschließend in die Metzgerei ...)

Auch Blikki und Don haben schließlich Hunger ... wie man sieht :-)

 

 

1. - 2. April

11 Wochen alt

Eigentlich wäre ich sooooo gerne zum ZG Eurasier Spaziergang nach Hambrücken gefahren. Als sich aber herausstellte, dass ich alleine mit Don und Blikki die - für einen kleinen Welpen - doch recht weite Strecke fahren müsste, verließ mich früh morgens um 6 Uhr dann doch der Mut dazu ...

Mir fällt zunehmend auf, dass Blikki ihre Erziehung für Don ausbaut: Auf dem Rückweg von unseren kleinen Spaziergängen überfällt sie ihn und rollt ihn auf dem Boden. Immer und immer wieder. Bleibt er stehen und traut sich nicht weiter, fordert sie ihn mit einer Spielaufforderungsgeste auf, weiter zu machen. Dann rennt Blikki im schnellen Tempo und in einem großen Kreis erst um Don herum, um ihn dann wieder zu überfallen  ... 

3. April Mit Blikki und Don nahm ich wieder an der Spiel und Spaß Gruppe teil. Es blieb beim Versuch, Don für eine kurze Weile im Auto zu lassen, während ich eine Übung nur mit Blikki machen wollte. Don möchte überall dabei sein und findet Wege dies unmissverständlich mitzuteilen. Das "kurzzeitige Alleinbleiben im vertrauten Bereich" wird daher wohl demnächst auf meinem Lehrplan für Don stehen, genauso wie es Don gut tun wird, wenn er etwas nur mit mir (ohne Blikki) unternimmt. Ich empfinde es als sehr hilfreich, dass ich mich mit der Leiterin der Gruppe auch über solche Dinge austauschen kann, denn sie hat jede Menge sehr gute Ideen parat. Der Kurs "Spiel und Spaß" bietet für mich viele neue Anregungen und Erkenntnisse. Zudem macht er nicht nur den Hunden, sondern auch uns Menschen viel Spaß. 

Auch in unserer ZG gibt es derzeit einige "Jung-Eurasier" und auch hier gibt es wertvolle Tipps und Hinweise. Herrlich auch, wenn mit viel Heiterkeit unsere neuesten Erfahrungen und Erlebnisse untereinander ausgetauscht werden.

 

4. April Welpenstunde für Don. Das Wetter war frisch, aber hin und wieder kamen schon wärmende Sonnenstrahlen durch. Ich wollte Blikki daher nicht im Auto lassen. In unmittelbarer Nähe zu unserem Übungsplatz fand sich ein Baumstamm, an den ich Blikki mit langer Leine anleinen konnte. Ich stellte ihr einen Wassernapf dazu und so konnte sie zuschauen, was Don und ich so alles in dieser Welpenstunde unternahmen. Zwischendurch gab es immer wieder Pausen, mit Freilauf und Spielzeit für die Hunde. Blikki durfte dann jedes Mal mitmischen, bevorzugte aber zunehmend an meiner Seite Don beim "Mischen unters Volk" zu zu schauen. 

Don spielte in dieser Stunde mehr als beim letzten mal und er beschäftigte sich überwiegend mit solchen Welpen, die alters- und größenmäßig eher seine "Kragenweite" hatten (wobei Größe für Hunde eigentlich keine Rolle spielt. So mancher "kleine" Hund weiß, wie er sich Respekt in der Hundewelt verschaffen kann!). Auf der Rückfahrt nach Hause haben Blikki und Don wieder tief und fest im Auto geschlafen. Zu Hause gab es dann ein verspätetes Mittagessen, eine ausgiebige Tobestunde im Garten (!) und dann wurde - endlich - ausgeruht ...

Im Anschluss an unseren nächsten Spaziergang gab es eine kurze Spielzeit  mit zwei Nachbarsjungen in unserem Garten, die Don bereits gut kennen. Ich blieb selbstverständlich dabei. Eine Nachbarin kam ebenfalls mit ihrer betagten Dackeldame hinzu und wir (Blikki und ich) plauderten mit ihnen am Zaun. Nach dem "Abendessen" waren dann beide, Blikki und Don, müde und ruhten. Ich konnte meine "Freizeit" für etwas Computerarbeit nutzen.

  5. April Der mittlerweile gewohnte Rhythmus wurde beibehalten, und während der Ruhephase am Vormittag schaffte ich es tatsächlich, dieses Tagebuch und die Bilder dazu auf zu bereiten und online zu stellen.

6. April Und wieder hielten wir uns an unsere Routine. Am Nachmittag kam ein Nachbarsjunge mit zum Spaziergang. Don machte den Eindruck, als könnten wir unsere übliche Runde nun ein wenig ausweiten. Im bekannten Gelände konnten Blikki und Don noch frei rennen, den neuen Teil des Weges mussten sie an der Leine gehen. Der Nachbarsjunge führte Don und machte seine Sache sehr gut. Damit verlief unser erster größerer Ausgang "an der Leine" viel besser als gedacht.

7. April Heute morgen klingelte das Telefon ... und ... seht mal wer uns etwa zwei Stunden später besuchte! Besuch aus Kanada !!! Was für eine herrliche, kleine Welt :-) Ich habe mich riesig gefreut, dass Josee trotz ihres gut gefüllten Terminkalenders Zeit fand um bei uns vorbei zu schauen.

Am Nachmittag wurde erst mal wieder im Garten gespielt,. Dann war es Zeit für unseren Spaziergang. Der erste Teil davon war unangeleint, und Don und Blikki konnten frei laufen und auch spielen, danach nahm ich Don für den zweiten Teil des Weges an die Leine. Don machte das sehr gut! Unsere Trainerin in der Welpengruppe hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich noch kein richtiges "Fuß" von Don verlangen sollte, auch braucht er noch nicht so eng an mir zu "kleben" wie das bei einem richtigen "Bei Fuß" sein soll. Don zog nie an der Leine, er folgte mir einfach, schnüffelte mal hier und mal da, oder lief ein wenig voraus, alles aber immer mit lockerer Leine.

8. - 9. April

12 Wochen alt

Wochenende und eine GROSSE Einkaufstour war wieder fällig für LEBENSMITTEL. Auch wollte ich ein paar Blümchen für den Garten einkaufen, immerhin war es jetzt Frühling! Mein Mann bot sich wieder als "Hunde Sitter" an. Bevor ich mit Blikki und Don zum Spaziergang aufbrach, bin ich schnell zur Post und ließ Don und Blikki ganz kurz im Auto (bei leicht geöffnetem Fenster und Dach, zur Abkühlung und für etwas frische Luft). Don gewöhnt sich langsam daran.

Für unsere nächste Welpenstunde ist ein Gang durch die Stadt Bad Münstereifel geplant. Bis jetzt stand "Stadt" noch nicht in meinem persönlichen Welpenstundenplan. Um Don ein wenig hierfür vorzubereiten, lief ich mit Blikki und Don eine eher ruhige Geschäftsstraße auf und ab. Don machte das gut. Mir fiel auch auf, dass man mit einem solch süßen kleinen Fellknäuel ziemlich viel Aufmerksamkeit bekommt!

10 April Am Morgen fuhren wir zum Tierarzt und Don wurde dort zunächst untersucht und erhielt dann die Nachfolgeimpfung. Zum ersten mal fuhr ich mit Don alleine - ohne Blikki. Er blieb während der Fahrt ruhig und still. Auch der Weg vom Parkplatz zum Tierarzt war ohne Probleme, und, sogar bei der Tierärztin machte Don bei allem willig mit: Er krabbelte wie gewünscht auf die Waage, saß ruhig und still und ließ die Tierärztin alles Nötige tun. Nur seine süßen, kleinen Krokodil Milchzähne wollte er nicht anschauen lassen. Ich wollte unterstützen, aber die Tierärztin kannte den einen oder anderen Trick und so konnte sie die Zähnchen doch noch sehen.

Auf dem Rückweg hielt ich kurz beim Blumengeschäft und kaufte eine neue Frühlingspflanze (Raten Sie mal warum!? Richtig, mein kleiner Dekorateur hatte am Wochenende eigene Gestaltungsideen in die Tat umgesetzt). Don wartete brav im Auto. Daraufhin traute ich mich auch noch schnell zum Bäcker. Zu Hause angekommen, wollte ich erst die Pflanze in Sicherheit bringen, aber damit verlangte ich wohl zu viel. Don protestierte. (Zugegeben, er sah wir waren zu Hause und er wollte jetzt vermutlich zu Blikki). Ich ließ Don aber nicht aus dem Auto, solange er protestierte. Dieses Verhalten wollte ich nicht bestärken. Stattdessen sagte ich "Nein" und machte das Handsignal für "Sitz". Don beruhigte sich, und setzte sich. Dann erst öffnete ich die Tür und trug ihn heraus.

Die Tierärztin hatte mir gesagt, dass die Impfung Don eventuell müde machen könnte und er auch sonst ein wenig unangenehme Empfindungen haben könnte. So kam es auch. Unser kleiner Welpe winselte und jammerte ab und an am Nachmittag. Also gingen wir nicht zum "Spiel und Spaß" Kursus. Stattdessen machten wir es uns zu Hause und im Garten gemütlich, spielten, knuddelten, ruhten. Später half ein kleiner Spaziergang Don auf andere Gedanken zu bringen

Beide Fotos:

Ramona Karnadi

 

 

Aragorn und Angi

siehe auch:

www.doggen-zuechter.de

 

 

 

 

11. April Unser "Country boy" geht in die Stadt: Don wurde auf dem Land geboren und aufgezogen, wo es angrenzend an sein Heim herrlich weite Wiesen und Felder gab. Beneidenswert! Bisher fanden auch alle unsere Spaziergänge draußen auf Wiesen und Feldern statt. Es wurde höchste Zeit, dass Don in der so wichtigen Prägungszeit (bis zur 12., bzw. 16. Woche!)  auch einmal das Stadtleben erlebt. Ich bin sehr dankbar, dass dieser Punkt in der Welpengruppe auf dem Lehrplan steht. Unsere Gruppe traf sich auf einem großen Parkplatz. Weiter hinten konnten wir unsere Hunde erst einmal frei laufen und spielen lassen, bevor die eigentliche "Arbeit" begann. Dann nahmen wir unsere Vierbeiner an die Leine und liefen an einer Hauptstraße entlang in die entzückende Stadt Bad Münstereifel. Wir liefen ZickZack um kleine Gegenstände, hielten öfter einmal an, machten kleine Übungssequenzen mitten in der belebten Stadt (und hatten viele Zuschauer!), setzten uns abwechselnd auf eine Bank und ließen unsere Hunde sich dort zu unseren Füßen setzen, befestigten unsere Hunde abwechselnd an einem Pfosten und liefen dann wenige Schritte weg, um rechtzeitig zurück zu gehen bevor ein Hund protestierten konnte, lobten sehr viel, etc. Im Augenblick ist Don der Jüngste in dieser Welpengruppe. Unsere Trainerin wies mich wiederum darauf hin, dass ich von Don noch kein "bei Fuß" verlangen soll, Don sollte einfach locker folgen, ohne dass ich ihn während diesem langen Stadtbummel zu sehr ermüde. Don folgte ganz toll, er hat nicht einmal gezogen, und nichts erschreckte ihn. Autos und Lastwagen passierten uns, verschiedene Menschen aller Altersgruppen - mit Stöcken, Kinderwagen, etc. - gingen an uns vorbei und all das schien für Don das Normalste der Welt zu sein. Etliche Leute wandten sich sogar an mich um mehr Information über Don und seine Rasse zu erfragen. Andere hörte ich Dinge sagen, wie: "Schau mal, der Kleene. Was für ein süßes Wollknäuel". Mitten in der Stadt hielten wir an einem Haus und schauten alle hoch zu einem Fenster: Eine unserer Teilnehmerinnen hat eine junge Dogge namens Coconut. Ihre anderen beiden ausgewachsenen Doggen, Angi und Aragorn, standen dort am Fenster, schauten heraus, entdeckten uns und zeigten dann sichtliche Neugier für uns da unten! Was für ein herrliches Bild! Sie erlaubte mir dieses Bild, als auch das von unserer Tour, hier zu veröffentlichen. Alles in allem verbrachten wir eine sehr erfreuliche Zeit mit unserer Welpengruppe in Bad Münstereifel.

Auf dem Rückweg musste Don wiederum im Auto bleiben, während ich zum Bäcker flitzte. Kein Problem. Zuhause gab es dann Mittagessen und Blikki und Don spielten noch lange im Garten. Danach war Don erledigt und ruhte. Nachmittags hatte ich einen Termin mit einer Familie mit Kindern, die Eurasier mal erleben und mehr über die Rasse erfahren wollten. Blikki und Don kamen mit an die Tür um die Familie zu begrüßen. Als wir alle im Wohnzimmer versammelt waren, gab ich jedem Kind ein kleines Leckerchen, das sie Blikki oder Don geben konnten. Don war jedoch nach unserm aufregenden Vormittag so müde, dass er bald einschlief und fast die ganze Zeit dieses Besuchs durchschlief. Kurz bevor die Familie gehen wollte, wurde er doch noch wach. Wir gingen alle in den Garten und jetzt konnten die Kinder ein wenig mit Don spielen. Dazu nutzten sie seine Plüschtiere und Knuddel als "Puffer" vor seinen Krokodil-Milchzähnchen.

 

12. April Jeden Morgen freue ich mich auf meine Schmusezeit mit Don. Nach dem Frühstück, nachdem mein Mann das Haus verlassen hat, schleicht sich Blikki gerne in eine ruhige Ecke des Hauses für ein Nickerchen. In dieser Zeit setze ich mich gern auf den Teppich im Wohnzimmer und schmuse und spiele noch eine ganze Weile mit Don ... bis auch er müde wird und eine Runde schläft. Dann kann ich mich davon schleichen und ein klein wenig von meinen vielen "Arbeitsbergen" erledigen. Wenn Blikki und Don wieder wach sind, lasse ich beide erst mal in den Garten (mit Zugang zum Haus) bis wir zu unserem ersten Spaziergang aufbrechen ...

Don mag noch immer mit Blumen dekorieren! Und so muss ich hin und wieder eine neue Pflanze kaufen. Aber, Blikki macht mich oft auf Don aufmerksam. Immer wenn sie ohne ihn im Schlepptau ankommt, heißt das, ich soll mal schnell nach ihm schauen. Dann hat er meistens gerade wieder eine Pflanze stibitzt. Blikki hilft mir dabei, dass diese Blumenliebe nicht zu einer Obsession von Don wird :-)

14. - 17. April

13 Wochen alt

Frohe Ostern!

Wir haben ein paar freie Tage zusammen :-)

Die Oster-Blumen, die ich so liebevoll überall aufgestellt hatte, wollte Don natürlich auch "ganz nah" untersuchen. Ich stellte ihm jeden kleinen Blumenkübel einzeln vor - mit einem eindringlichen "Nein" ... Auch unsere "Photo Aktion", bei der wir Don im Blick (und Schach) hielten, hat nicht nur schöne Osterbilder für uns hervorgebracht, sondern:  Seither hat Don keine einzige Blume mehr stibitzt !!! 

Anm.: Wie ein Hund einen Gegenstand für einen Welpen "tabuisiert", hat Eberhard Trumler beobachtet und in seinen Büchern und Filmen dokumentiert. Mehr zum Thema "Tabuisiern" finden Sie in seinem Buch: Trumlers Ratgeber für den Hundefreund, 1000 Tips von Eberhard Trumler, Serie Piper, Band 940, 1989). Solche Beobachtungen von Fachleuten wie Trumler, Zimen, Bloch, Feddersen-Petersen, etc. helfen uns dabei die Hundesprache überhaupt richtig zu verstehen und auch entsprechend "hundeverständlich" zu handeln.

 

 

 

 

 

18. April bis 21 April Die Welpenschule fand bei herrlichem Wetter statt. Kleine Agility Elemente lockerten den Unterricht auf und die freien Spielphasen machten den Hunden Spaß. Es ist jedes Mal aufschlussreich und interessant für uns Menschen die Hunde im freien Spiel und bei ihrer Kommunikation zu beobachten. 

Nach wie vor übe ich auch täglich für eine kurze Weile und führe immer mal wieder etwas Neues ein. Vieles ergibt sich aus dem normalen Ablauf eines Tages. Anstelle von "Bei Fuß" - das ja NOCH nicht richtig "sitzen" würde - verwende ich "Mit". "Mit", "Sitz", "Komm" und "Down" (oder Platz) klappen schon prima, "Umlegen" auch, das ist praktisch, damit ich Pfoten und Bäuchlein untersuchen, säubern oder bürsten kann. "Aus" (etwas aus dem Fang nehmen lassen", "Schluss" (aufhören mit dem, was du gerade tust), "Steh" haben wir auch schon probiert, "Auf dem Weg bleiben", "Weiter", "Stop", "Schnell, schnell" kam bei den Spaziergängen an der Leine ebenfalls schon öfter zum Einsatz und muss aber noch eingeübt werden, damit es auch beim Freilauf klappt. "Zurück" (sonst geht die Terrassentür nicht auf) ... etc., etc. Ein Sitz, bei dem Don eine Weile sitzen bleiben soll, während ich mich ein ganzes Stück von ihm weg bewege, fällt ihm noch schwer und er will mir folgen. Wir üben weiter :-) Wann immer möglich, verwende ich zum gesprochenen Wort das Handsignal.

Der Sonnenschein und die wärmeren Temperaturen bewogen mich dazu, Blikki und Don lieber im Haus zurück zu lassen, wenn ich Besorgungen erledigen musste. Im Auto wäre es jetzt zu heiß. Bis jetzt hat sich bei uns eine tägliche Routine heraus gebildet, mit festen Ruhephasen, und diese Ruhephasen nutze ich um schnell mal eine Besorgung zu machen. Ich vermute die beiden schlafen in der Zeit, in der ich sie alleine im Haus lasse. Wenn ich zurück komme, liegt jedenfalls alles noch da wie vorher, bis auf vielleicht ein Spielzeug ... und Don hat sich manchmal einen meiner Wanderschuhe geholt. Dem Schuh passiert nichts, Don legt sich einfach nur daneben. Damit kann ich gut leben. Manchmal wird in den Büchern ja empfohlen einem Hund einen alten Pullover mit dem eigenen Geruch zu überlassen, wenn man ihn eine Weile alleine lassen muss ... Statt Pullover nimmt sich Don also meinen Wanderschuh ...

Auch unsere Spaziergänge kann ich nun langsam ausweiten: Wir laufen jetzt von zu Hause aus und erkunden angeleint zunächst die Nachbarschaft ein wenig, danach geht es auf die Wiesen und Felder, die unmittelbar an unser Wohngebiet angrenzen. Dort können Blikki und Don auch mal frei laufen. Die Spaziergänge dauern nicht lange, schließlich müssen sich bei einem so jungen Hund die Bänder, Sehnen, Muskeln, etc. erst festigen. Freies - und freiwilliges - Spiel auf einem Rasen ist besser.

22.-23.April

14 Wochen alt

Don lernte zum ersten Mal einen elektrischen Rasenmäher und auch einen Rasentrimmer kennen. Das verlief ganz ohne Probleme. Don und Blikki wollten mich erst vom Arbeiten ablenken, sahen dann ein, dass ich entschlossen war den Rasen zu mähen und verzogen sich daraufhin auf die Terrasse. Von dort schauten sie mir erst eine Weile von oben zu, und spielten schon kurz darauf auf der Terrasse weiter :-) Waschmaschine, Trockner, Dampfbügeleisen, etc., etc., das alles kennt Don bereits vom Züchterhaushalt.

Nach dem Rasenmähen war Wochenende angesagt und obwohl so einiges anlag, das aufgeholt und erledigt werden musste, fand mein Mann Zeit uns bei unseren Spaziergängen zu begleiten. Wir genossen das schöne, warme Wetter und die kostbare Zeit miteinander. Im Album finden sich ein paar Bilder dazu :-)

 

 

24. - 28.

April

Dieser Montag war irgendwie ein schwieriger Tag für mich, ich schaffte es daher - leider - nicht zum Kurs "Spiel und Spaß". Die Welpenschule tags darauf fand im Rahmen eines kleinen Waldspaziergangs statt. Unterwegs wurden die verschiedensten Lernziele umgesetzt. Es ist immer wieder toll zu sehen, mit wie viel Eifer Hund und Mensch bei der Sache sind. Die Dame, die die Stunden für uns gestaltet, ist voller guter Ideen. Diese Welpenschule macht Spaß!

Ansonsten verlief die Woche "ganz normal". Wir hielten uns an unsere Routine mit unseren täglichen kleinen Spaziergängen, mal einer Autofahrt, sowie unseren täglichen kleinen Übungsphasen. In den Ruhephasen habe ich die beiden schon ein bis eineinhalb Stunden alleine im Haus gelassen: Es hatte sich so dies und das angesammelt, dass nicht mehr aufgeschoben werden konnte. Es tat sehr gut zu erleben, dass ich Blikki und Don ohne Probleme auch mal alleine lassen kann. Dazwischen gab es viel Zeit zum Spielen und Schmusen. Blikki und Don sind oft "ein Knäuel" und kugeln einem ständig irgendwo vor die Füße, es finden sich dennoch für meinen Mann und mich Gelegenheiten um mal nur mit einem der beiden zu spielen und zu schmusen. Das ist auch wichtig.

Bislang war das Wetter abends oft trocken gewesen, und so stand unsere Terrassentür auf, wenn ich abends kochte. Blikki und Don konnten dann rein und raus, wann immer sie wollten. In der vergangenen Woche hatten wir jedoch Regen und die Hunde waren in meiner "Kochzeit" drinnen. Plötzlich fiel mir auf, dass Don die Küche verließ sobald ich den Dunstabzug anmachte ... (unser Dunstabzug geht auch mir ab und an "auf den Wecker", aber es hilft halt gegen Kochgerüche). Dieses Verhalten von Don war mir bisher gar nicht aufgefallen, Blikki und Don waren ja auch meist draußen in der Zeit. Daraufhin habe ich den Abzug wieder ausgeschaltet, habe Don in die Küche gelockt und ihm Leckerchen gegeben. Den Dunstabzug schaltete ich nach einer Weile für einen kurzen Moment wieder an und gab Don dabei die tollsten Leckerchen. Am nächsten Abend haben wir das ein paar Mal wiederholt und den Zeitraum mit dem angeschalteten Dunstabzug verlängert. Diese Methode zeigt Wirkung. Schon nach zwei, drei Tagen macht Don keinen Bogen mehr um dieses laute Gebläse :-)

Seit Ostern hat Don wirklich keine Pflanze mehr stibitzt oder zerpflückt!

Bilder im 

Freilichtmuseum Kommern:

29.-30. April

15 Wochen alt

An diesem langen Wochenende hatten wir typisches Aprilwetter. Am Samstag Vormittag hagelte es sogar während unserem kleinen Spaziergang. Sozialisation war dieses Wochenende angesagt, und wir gönnten uns dazu zunächst einen Bummel durch das Stadtfest Euskirchen. Vom Parkhaus aus trug ich Don die Treppen rauf und runter. Während unserem Bummel haben sich Blikki und Don beide vorbildlich verhalten - sie liefen ruhig durch größere Menschenansammlungen, an lauter Bandmusik vorbei, an Trampolinspringern vorbei, etc., nichts brachte sie aus ihrer Ruhe. In ein Geschäft durften wir sie sogar mitnehmen :-) Beide zogen bewundernde Blicke auf sich, und hin und wieder mussten wir ein paar Interessierten Fragen zur Rasse beantworten.

Anmerkung zu Treppen: Wir nahmen uns vor, Don im ersten Jahr nicht oft und nicht viele Treppen laufen zu lassen. Allerdings hat Don bereits in den ersten Tagen als er bei uns war, die Treppen rauf in Angriff genommen. Pro Tag aber nie öfter als vielleicht ein oder zwei Mal. Treppe runter traut er sich zum Glück (noch immer) nicht. Ob rauf oder runter, ich trage ihn lieber.

Endlich, endlich habe ich auch den berühmten Mann MIT seiner Drehorgel gesehen. Er hatte uns nämlich für die Startseite zu dieser Homepage seinen Chapeau geliehen. Ihn und seine Drehorgel live zu erleben, und zwar gemeinsam mit Don, war daher ein ganz besonderes Erlebnis. Er hat eine schöne elektronische Drehorgel im alten Stil, die viele ansprechende Lieder spielen kann.

Sonntags waren wir mit Blikki und Don im Freilichtmuseum Kommern. Man darf Hunde, die sich zu benehmen wissen, mit auf das Gelände nehmen (aber nicht mit in die einzelnen Ausstellungsgebäude). Es war sehr schön und aufschlussreich und wir nahmen uns vor, hier öfter einmal vorbei zu schauen. Wir spazierten von einer Gebäudegruppe zur anderen, und wechselten uns bei den Besichtigungen ab, so dass immer einer von uns bei den Hunden draußen blieb. Auch mit dem Wetter hatten wir riesiges Glück, oft kam die Sonne durch, trotz der dunklen Wolken, die meist schnell vorüberzogen.

1. Mai 2006 Wir spazierten unsere "Hausstrecke". Am späten Nachmittag konnte mein Mann mit zum Spiel und Spaß Treffen. Während Blikki und ich am Kurs teilnahmen und wir wieder viele neue und interessante Dinge kennen lernten, durfte mein Mann mit Don den kleinen Agility Parcours zunächst ganz für sich alleine haben :-) Anschließend machte mein Mann mit Don einen kleinen Waldspaziergang, bis Blikki und ich unseren Kursus absolviert hatten. Das Wetter war uns dieses Mal nicht ganz so gnädig, es regnete heftig zwischendurch und wir wurden alle nass. Aber, echte Hundefreunde kennen kein schlechtes Wetter, dafür aber gute Wetterkleidung. Zuhause freut man sich aber doch, dass es warm und trocken ist!

2. Mai - 5. Mai 2006 Der Welpenkurs hat Don und mir wieder sehr viel Spaß gemacht und wir nahmen- wie immer - viele neue Anregungen mit. Don taut immer mehr auf und spielt auch in den "Pausen" immer mehr mit den anderen Welpen, die alle ein paar Wochen älter sind als er. Dieser Kursus besteht aus 10 Stunden, die bald zu Ende sein werden. Zwischenzeitlich hat sich eine weitere Gruppe gefunden, die aus jüngeren Welpen bestehen wird. Ich freue mich auch darauf.

Das Wetter war bereits sommerlich warm. Am Freitag gab es einen ganz besonderen Leckerbissen für uns: Die Trainerin für den nächsten Welpenkursus suchte für eine spezielle Angelegenheit ein paar Besitzer mit Welpen, die sich für eine "Extra-Stunde" zur Verfügung stellten. 8 bis 10 Welpen, alle im Alter von 12 bis 16 Wochen, trafen sich nachmittags und durften erst einmal frei in einem großen Wohnzimmer spielen. Dann ging es in den Wald zu einer besonderen Stunde. Für solch erfreuliche Geschichten kommen wir jederzeit gerne wieder als "Statisten" :-)

6./7. Mai 2006

16 Wochen alt

Bei dem schönen Wetter begegnen wir nun auch Kühen, Schafen, und auch Pferden draußen auf den Weiden. Don hat zwar Pferd und Reiter auf unseren Spaziergängen kennen gelernt, aber eine ganze Herde auf der Weide ist etwas Neues für ihn. Blikki kennt das alles bereits. Sie macht Don vor, dass man ruhig und gelassen bleibt, wenn die Herde auf einen zu kommt. Blikki wird von mir für ihr ruhiges Verhalten gelobt.

 

Die Eifel bietet viele interessante Sehenswürdigkeiten. Mein Mann führte uns diesen Sonntag zu einer Besichtigung der Kakus-Höhle bei Eiserfey. Man kann sich in diesem Höhlensystem eine Gruppe Steinzeitmenschen gut vorstellen und tatsächlich: Steinzeitliche Funde weisen daraufhin!

Zwischen 300 und 50 vor Christus siedelten sich dann Kelten in diesem Höhlenkomplex an.

Spannend war es in und um diese Höhlen zu wandeln. Auch Blikki und Don untersuchten alles genauestens.

Auf dem Heimweg machten wir einen Abstecher zur "Römischen Brunnenstube" bei Kallmuth. Eine der vielen Zeugnisse aus der Römerzeit in der Eifel. Die sehr gut restaurierte und dokumentierte Anlage beschreibt den Beginn der 95,4 km langen Eifelwasserleitung ...

Mehr Informationen und Bilder finden Sie hier:

Kakushöhle und Römische Brunnenstube in der Eifel

  9. Mai 2006  Die Welpenstunde war wieder lehrreich ... Erste Ansätze zur Nasenarbeit wurden spielerisch angebahnt.

12. Mai 2006 Die Welpenstunde mit der neuen, jüngeren Gruppe war schön. Es wurde geschmust und gespielt ... natürlich auch spielerisch gelernt.

13. Mai Blikki ist bereits seit einiger Zeit läufig und bleibt daher bei meinem Mann zu Hause, während Don und ich zum ZG Eurasier Treffen in Reichshof fahren, siehe Webseite ZG, Veranstaltungen 2006, Impressionen, Reichshof  

Zum Bild: Dort lernte Don auch seinen Großvater kennen! Viel Spaß hatte Don auch im Spiel mit Chiara, einer ebenfalls noch jungen Eurasier Hündin

14. Mai Don und ich waren zum ZG Eurasier Treffen in Kirrlach, siehe ZG Webseite, Veranstaltungen, Berichte von den Treffen, Kirrlach

Hier lernte Don eine weitere Großmutter kennen und er fand viele, viele Eurasier zum Spielen ! 

Ich habe mich ganz besonders gefreut, die 12 jährige Arwen mit Ihrer Familie wieder zu sehen.

  15. Mai Don ist jetzt vier Monate alt
    Und hier geht es weiter:  

Tagebuch 2:   4ter bis 6ter Monat

Eurasier Don vom Isselbruch

Copyright 28 März 2010